Fußball WM 2014 Finale: Argentinien nicht unterschätzen!

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Nach dem zweiten Halbfinale, das den Finaltraum der Holländer im Elfmeterschießen zerplatzen ließ, steht fest: Deutschland tritt im Finale am Sonntag gegen Argentinien an. Doch auch wenn ganz Deutschland nach dem 7:1 Erfolg über Brasilien momentan im siebten Himmel schwebt und vor Zuversichtlichkeit nur so strotzt, sollte man den Gegner nicht unterschätzen.

Deutschland geht zwar als klarer Favorit ins Titelrennen, doch hat Argentinien in diesem Turnier immer wieder seine Defensivstärke bewiesen. Und der Turnierverlauf hat eben auch gezeigt, dass das DFB-Team immer dann eine ordentliche Leistung zeigte, wenn man auf einen Gegner traf, der selbst das Spiel macht und Räume zum Spielaufbau lässt. Gegen tiefstehende Teams wie Algerien oder Ghana taten sich Jogis Jungs dagegen eher schwer. Ein Schützenfest wie im Halbfinale gegen Brasilien wird kaum zu erwarten sein. Wir müssen uns eher auf eine zähe und anstrengende Partie einstellen, denn die Argentinier sind für ihre kompakte, abwartende Spielweise und ihre außergewöhnliche Defensive bekannt. Nicht ohne Grund haben die Südamerikaner in der K.o.-Runde gegen die Schweiz, Belgien und die Niederlande nicht ein einziges Gegentor kassiert.

Argentinisches Abwehrbollwerk wird Deutschland vor Probe stellen

Argentiniens Taktik wird es sein, eine abwartende Haltung einzunehmen, Deutschland das Spiel machen zu lassen, ohne die DFB-Kicker in den Strafraum vorstoßen zu lassen, dabei stehts auf Konter zu lauern und auf die unberechenbaren Offensivkräfte um Lionel Messi und Gonzalo Higuaín zu hoffen. Die deutsche Nationalmannschaft wird es daher schwer haben, zu Chancen zu kommen. Es ist wichtig, dass sich das Team von Jogi Löw ob des argentinischen Bollwerks nicht aus der Ruhe bringen lässt, stets nach vorne spielt, ohne jedoch hinten Räume aufreißen zu lassen. Denn wenn Argentinien mit einem Konter Erfolg haben sollte, könnte es schwer werden, den Rückstand gegen dann noch enger stehende Gauchos wieder aufzuholen.

Ein frühes Tor für Deutschland würde die Sache extrem vereinfachen. Dann wäre Argentinien gezwungen zu reagieren und seine Abwehrreihen zu lichten. Doch darauf sollte man nicht spekulieren. Kamen wir in diesem Turnier nicht selten nach einer Standardsituation zu einem Tor (etwa Mats Hummels nach Freistoß im Viertelfinale gegen Frankreich), dürfte das im Finale gegen zweikampf- und kopfballstarke argentinische Verteidiger schwer werden. Da sie gleichzeitig aber auch als nicht allzu laufstark gelten, könnte darin der Schlüssel zum Erfolg liegen: mittels einer dynamischen und flinken Offensive die gegnerische Verteidigung schwindelig spielen.

Mit welcher Aufstellung ins Finale?

Es ist also durchaus vorstellbar, dass Löw von seiner zuletzt erfolgreichen Startelf mit Klose als Zentralstürmer wieder abkehrt und vorne einen dynamischeren, kombinations- und pressingstarken Aufbau wählt. Unser Bundesjogi wird sich sicherlich schon ausführlich Gedanken gemacht haben, wie dem argentinischen Bollwerk beizukommen ist. Zum Glück ist das nicht unsere Entscheidung! So haben wir dann immerhin noch einen Schuldigen, wenn es doch nicht mit dem vierten Stern klappen sollte …

Immerhin könnte das Finale zu einer Art Heimspiel für Deutschland werden. Zwar haben viele Brasilianer die 7:1 Klatsche immer noch nicht verdaut, doch drücken sie am Sonntag dennoch dem DFB-Team beide Daumen. Nichts wäre schlimmer und demütigender, als wenn der Erzfeind Argentinien in Brasilien den Weltmeistertitel holt.

Video: Argentinien deutscher Gegner im WM-Endspiel:

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