Weltmeister Deutschland nun auch bei der EM 2016 Top Favorit

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Die Fußballeuropameisterschaft, die vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 in Frankreich stattfinden wird, wirft bereits ihre Schatten voraus. Zum ersten Mal in der Geschichte wird die Endrunde mit 24 Mannschaften ausgetragen, wodurch die Chance, sich für die UEFA EURO 2016 zu qualifizieren, so groß ist wie noch nie. Auch wenn die EM-Qualifikation noch nicht einmal zur Hälfte bestritten ist, haben die Wettanbieter längst ihre Quoten für den Europameister 2016 längst veröffentlicht und eine Mannschaft ist bei allen Online-Bookies ganz vorne mit dabei: die deutsche Nationalelf, die sich im Sommer 2014 den Weltmeistertitel gesichert hat.

Daran hat auch der Rumpelstart der DFB-Auswahl in die Qualifikation nicht geändert. Nach vier von zehn Spieltagen rangiert die Truppe von Joachim Löw überraschenderweise nicht an der Spitze, sondern hat drei Zähler Rückstand auf Leader Polen und ebenso viele Zähler wie Irland und Schottland auf dem Konto. Die erste Niederlage gegen Polen in der Länderspielgeschichte, sowie das mehr als enttäuschende 1:1 in Gelsenkirchen gegen Irland haben dem Weltmeister den Rückstand eingebrockt. Auch der alles andere als berauschende 4:0-Heimerfolg über die Amateure aus Gibraltar war zu wenig, um die Gemüter zu beruhigen.

Team-Rücktritte von Lahm und Co. wirken sich sehr stark aus

Die Team-Rücktritt von Philipp Lahm, Per Mertesacker und Mario Gomez wirken sich stärker aus als gedacht, zuletzt hatten mit Marco Reus, Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Mats Hummels auch noch wichtige Leistungsträger gefehlt. Doch das wollte der Bundestrainer nach dem Sieg gegen die Freizeitkicker aus Gibraltar nicht als Ausrede gelten lassen. „Mit dem Spiel der Mannschaft und mit dem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein. 4:0 ist einfach zu wenig, es sind zu wenig Tore gefallen. Ich hätte mir mehr erwartet von der Mannschaft, vor allem in der zweiten Halbzeit“, kritisierte der Teamchef auf der DFB-Homepage und kündigte an, dass es im neuen Jahr zu Änderungen kommen könnte. Zumindest zum Jahresabschluss hat die deutsche Elf mit dem 1:0-Erfolg gegen Spanien bewiesen, dass sie zu besseren Leistungen fähig ist.

Weltmeister naturgemäß Favorit bei der Europameisterschaft

Auch wenn sich die erste Phase der EM-Quali als schwieriger herausgestellt hat als erwartet, gibt es keinen Zweifel daran, dass Deutschland zu den allergrößten Favoriten auf dem Gewinn der Europameisterschaft gehört. Löw selbst hat nach der Weltmeisterschaft das Erreichen des Endspiels am 10. Juli in Paris als Minimalziel ausgegeben. Die Wettanbieter geben dem aktuellen Weltmeister die besten Chancen, sich auch zum Europameister zu küren. Dieses Kunststück haben zuletzt die Spanier geschafft (2012), davor konnte sich Frankreich zur Jahrtausendwende als regierender WM-Gewinner auch den Coupe Henri-Delaunay sichern. Die deutsche Elf hat nun dasselbe für die Endrunde 2016 vor.

Wie stark ist Gastgeber Frankreich?

Mit Gastgeber Frankreich wird laut Ansicht der Wettanbieter auch zu rechnen sein. „Les Bleus“ präsentieren sich in der Regel besonders stark, wenn die ganze „Grande Nation“ hinter der Mannschaft steht. Als Gastgeber der EM 1984 holten sich die Franzosen ebenso den Titel wie als WM-Veranstalter 14 Jahre später. Das große Ziel der französischen Auswahl ist naturgemäß der Gewinn der Heim-Euro. Teamchef Didier Deschamps soll die „Equipe Tricolor“ zum dritten EM-Titel führen. Bereits bei der WM in Brasilien, die als erster großer Testlauf gedient hat, sind die Franzosen bis ins Viertelfinale vorgestoßen und mussten sich dort dem späteren Weltmeister Deutschland geschlagen geben. Damals fehlte Franck Ribery verletzungsbedingt und erklärte später seinen Rücktritt aus der Nationalelf. Doch auch ohne den Bayern-Star schlug sich Frankreich sehr gut und gehört bei der Heim-EM sicherlich zu den Top-Anwärtern auf den Titel.

Spanien „doppelter“ Titelverteidiger

Trotz des blamablen Ausscheidens in der Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in Brasilien trauen die Buchmacher der spanischen Mannschaft den Gewinn der EURO 2016 durchaus zu. Immerhin sind die Iberer „doppelter“ Titelverteidiger und sicherten sich die EM-Endrunden 2008 in Österreich und der Schweiz und verteidigten ihren Titel bei der letzten EURO in Polen und der Ukraine erfolgreich. Allerdings steht Vicente del Bosque vor der großen Aufgabe, die Furia Roja nach den Rücktritten von Spielern wie Xavi, Xabi Alonso und David Villa umzubauen und wieder an die Spitze zurückzuführen. Das ist in der bisherigen EM-Quali nur bedingt gelungen, die Spanier liegen hinter Tabellenführer Slowakei in der Gruppe C nur auf Rang zwei.

Belgien und Italien in Lauerstellung

Hinter den Top-Favoriten folgen im Prinzip die üblichen Verdächtigen, die bei so gut wie jedem Großereignis mindestens zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Neu in dieser Gruppe ist allerdings Belgien, dem bereits bei der WM im Sommer viel zugetraut worden ist. Allerdings blieb die Auswahl von Marc Wilmots mit dem Viertelfinaleinzug ein wenig unter den Erwartungen. Gegen Argentinien ist es jedoch keine Schande, auszuscheiden. Die junge Truppe rund um Eden Hazard sollte in zwei Jahren ein gefährlicher Außenseiter auf den Titelgewinn sein, auch wenn die Konkurrenz enorm sein wird. Italien ist ebenfalls immer für einen Sieg bei einem Großereignis gut. Bei der letzten EM war der Finaleinzug eine Überraschung, dort setzte es allerdings die historische 0:4-Pleite gegen Spanien. In Frankreich könnten die Azzurri trotz der enttäuschend verlaufenen WM wieder ganz vorne mit dabei sein.

Spielen England und die Niederlande um ihren ersten EM-Titel?

Auch Mannschafte wie England oder die Niederlande sollten Sporttipper bei einer EM immer auf ihrer Rechnung haben, zumindest gestehen die Wettanbieter den beiden Teams Außenseiterchancen zu. Vor allem die Three Lions erfüllen bei Großereignissen in der Regel die hohen Erwartungen nicht. Die Niederländer schlagen sich da schon etwas besser, doch bei Europameisterschaften lief es in der Vergangenheit nicht so gut wie bei WM-Endrunden. Allerdings bekam es die Elftal bei der EURO 2012 in der Vorrunde bereits mit Deutschland, Portugal und Dänemark zu tun. Dennoch war die Leistung der Holländer unter jeder Kritik. Ohne Punkt schieden Arjen Robben und Co, aus. Die Niederländer haben mit einer EM also noch eine Rechnung offen. In der Qualifikation lief es bisher jedoch alles andere als nach Wunsch. Unter Dick Advocaat mussten die Oranjes in der Gruppe A von vier Spielen bereits zwei Niederlagen einstecken und sind nur Dritter. Um tatsächlich in Frankreich um den Titel mitreden zu können, muss eine enorme Steigerung her.

Negativerlebnisse haben so gut wie keine Auswirkungen

Nach der Weltmeisterschaft, egal ob sie verpatzt wurde (Spanien) oder mit einem Triumph endete (Deutschland), brauchen die Mannschaften einige Zeit, ehe wieder alles rund läuft. Das hat der teilweise extrem mühevolle Auftakt in die EM-Qualifikation bei einigen Top-Mannschaften gezeigt. An einer erfolgreichen Qualifikation von Teams wie Spanien, Deutschland oder den Niederlanden kann nicht gezweifelt werden. Daher haben die Wettanbieter bei ihren Quoten auf den Gewinner der EM 2016 auch keine allzu großen Änderungen vorgenommen. Vor allem die deutsche Elf ist der absolute Top-Favorit geblieben.

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