WM 2014 Welcome Tour: Die Teilnehmer aus Europa

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Mit 13 WM Teilnehmern stellt Europa das größte Starterkontingent bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Gut möglich, dass auch der neue Titelträger aus dem Territorium der UEFA kommt. Nicht ohne Grund beendet Marco von Aktives Abseits daher seine Welcome-Tour auf dem Kontinent, auf dem der Fußball zuhause ist.

Niederlande – der ewige Zweite

Der Vize-Weltmeister von 1974, 1978 und 2010 hat am 10. September als erstes europäisches Team das Ticket für Brasilien gelöst. Nach dem EM-Debakel von 2012 mit drei Niederlagen in der Gruppenphase hat die Mannschaft von Bondscoach Louis van Gaal in der Gruppe D gegen die Türkei, Rumänien oder Ungarn nie einen Zweifel an ihrer Überlegenheit gelassen.

Mit 28 von 30 möglichen Punkten und einer Tordifferenz von +29 wies die Elftal am Ende sogar die beste Bilanz aller UEFA-Mitglieder auf. Dies ist umso beachtlicher, als dass van Gaal seine Mannschaft massiv umgebaut hat. Zwar sind Stützen wie Robin van Persie, Arjen Robben oder Wesley Sneijder immer noch dabei, doch um die “Altstars” herum haben sich Newcomer wie Jetro Willems (19), Daryl Janmaat (24) oder Jeremain Lens (25) festgespielt.

Seit van Gaal im Amt ist, setzen die Niederlande wieder verstärkt auf traditionelle Werte. So ist das 4-3-3 unter dem “Tulpen-General” unantastbar. Die Mannschaft scheint eine gute Mischung beisammen zu haben, auch wenn vielen Spielern noch die große Erfahrung auf höchster Ebene abgeht. Pikant: Holland ist bei der Gruppenauslosung nicht gesetzt. Der ewig junge Klassiker gegen Deutschland könnte somit bereits in der Vorrunde blühen.

Italien – la Bestia Negra

Zum 18. Mal (wie Deutschland) fährt Italien im kommenden Sommer zu einer WM-Endrunde. Nur Gastgeber Brasilien, der bei allen 20 Auflagen dabei war, übertrifft diesen Wert. Dass die Squadra Azzurra fast immer dabei war, deutet aber nur scheinbar auf große Konstanz hin: Ganze sechsmal war bislang in der ersten Runde Endstation – für einen viermaligen Weltmeister ein beachtlicher Wert.

Nach dem Vorrundenaus 2010 als Titelverteidiger haben sich die Südeuropäer aber in Windeseile wieder an die erweiterte Weltspitze zurückgekämpft. Platz zwei bei der EM 2012 und die souveräne Qualifikation für Brasilien in einer recht ausgeglichenen Gruppe mit Dänemark, Tschechien und Bulgarien geben ebenso Zeugnis davon wie das jüngste 1:1 im Test gegen Deutschland.

Mit ihrer typischen Mischung aus taktischem Gespür, Disziplin und wenn nötig auch dem Mut zur Hässlichkeit wird man bei der WM mit Italien rechnen müssen. Dass die äußeren Bedingungen dem bald 35-jährigen Mittelfeldkopf Andrea Pirlo übermäßig zusetzen, ist kaum zu erwarten. Beim Confed-Cup im vergangenen Sommer war die Juve-Star genauso in Form wie seine jüngeren Mannschaftskollegen. Analog zu den Niederländern sind auch die Azzurri ein möglicher Vorrundengegner Deutschlands. Ein Duell in der Gruppenphase hätte für die Löw-Elf den Vorteil, dass sie dem Angstgegner erst wieder im Finale begegnen könnte.

Belgien – Jungteufel vor der Feuerprobe

Seit ihrer letzten WM-Teilnahme 2002 waren die Belgier quasi von der internationalen Fußball-Landkarte verschwunden. Vor zwei Jahren in der EM-Qualifikation gegen Deutschland noch chancenlos, sind die roten Teufel mit ihrer hochtalentierten Mannschaft mittlerweile mehr als ein Geheimtipp.

Trotz ihrer Jugend haben sich u.a. Keeper Thibaut Courtois (21), Mittelfeldspieler Eden Hazard (22) und Angreifer Christian Benteke (22) international längst einen Namen gemacht. Angeleitet werden sie von erfahrenen, aber immer noch recht jungen Recken wie Vincent Kompany (27), Marouane Fellaini (25) oder Jan Vertonghen (26). Diese Mannschaft pflügte ohne Niederlage durch die Quali-Gruppe A mit unangenehm zu bespielenden Gegnern wie Kroatien, Serbien, Schottland und Wales.

Die einzigen Schwachstellen in der Mannschaft von Trainer Marc Wilmots scheinen die Außenverteidigerpositionen zu sein. Doch hier klagen selbst Weltmeister Spanien oder Deutschland über fehlende Optionen. Dank ihrer starken Leistungen der letzten 24 Monate ist die voraussichtlich jüngste Mannschaft der WM bei der Gruppenauslosung gesetzt. Ein weites Vordringen im Turnier wäre keine Überraschung mehr.

Schweiz – Hitzfelds letzter Tanz

Bei den Eidgenossen ist der Star sicherlich der Trainer. Ottmar Hitzfeld hat mit Bayern München und Borussia Dortmund die Champions League gewonnen, dazu neun Meisterschaften und sechs nationale Pokalsiege in Deutschland und der Schweiz errungen. Für den 64-jährigen ist das Turnier in Brasilien der Schlusspunkt einer großen Karriere.

Nach dem Vorrunden-Aus 2010 in Südafrika und der verpassten Qualifikation für die EM 2012 ließ sich die souveräne Qualifikation der Schweiz vor Island, Slowenien und Norwegen schon einmal gut an. Wie Belgien profitiert auch die Nati von der Neuregelung der FIFA, wonach die Weltrangliste vom Oktober über die Einteilung bei der Auslosung entscheidet. Dank ihres siebten Platzes sind die Eidgenossen bei ihrer zehnten WM-Teilnahme damit erstmals Gruppenkopf.

Die ganz großen Stars im Team fehlen allerdings. Neben Bayern-Edeljoker Xherdan Shaqiri gehören vor allem Keeper Diego Benaglio und das Napoli-Trio Gökhan Inler, Valon Behrami und Blerim Dzemaili zu den Hoffnungsträgern. Dazu kommen die Basler Valentin Stocker und Fabian Schär, die bald in eine größere Liga wechseln könnten. Vielleicht profitiert die Schweiz als Gruppenkopf von einer machbaren Gruppe. Mehr als das Achtelfinale wäre aber nach aktuellem Stand eine Überraschung.

Deutschland – Passt diesmal alles?

Über die Quali-Leistungen der deutschen Mannschaft muss man nicht mehr viele Worte verlieren. In der Offensive war der Weltranglistenzweite wieder einmal hui, in der Defensive pfui. Unter dem Strich reichte das, um sich relativ locker gegen Schweden, Österreich, Irland, Kasachstan und die Färöer durchzusetzen.

Auch wenn der Respekt vor Deutschland im Ausland groß ist, weiß niemand so recht die Turnier-Qualitäten der Mannschaft einzuschätzen. Das Erreichen des Halbfinals ist mittlerweile fast Standard, doch für den Schritt nach ganz oben fehlte 2006, 2008, 2010 und 2012 stets der letzte Punch.

Dass Deutschland bei seiner 18. WM-Teilnahme zum 13. Mal (!) in die Runde der letzten Vier einzieht, würde kaum jemand mehr als besondere Leistung verbuchen. Die Generation Lahm/Schweinsteiger/Mertesacker ist im kommenden Sommer auf ihrem Zenit, für Bundestrainer Joachim Löw ist das Turnier wohl die letzte Patrone. Bei allem Potenzial muss dieses Mal alles passen: Konzentration, Teamgeist, Wille und Glück.

Bosnien und Herzegowina – das erste Mal

Anders als für Deutschland ist die WM für Debütant Bosnien-Herzegowina ein großes Abenteuer. Seit knapp zehn Jahren immer dicht dran, hat die Truppe vom Balkan dieses Mal in der Qualifikation die routinierten Griechen aufgrund der besseren Tordifferenz auf Rang zwei verwiesen.

Die Mannschaft ist mit aktuellen und ehemaligen Bundesligastars wie Edin Dzeko, Vedad Ibisevic, Sejad Salihovic, Emir Spahic oder Zvjezdan Misimovic durchaus prominent und fußballerisch hochwertig besetzt. Daneben bringt Bosnien die “typische” Balkan-Mentalität mit: Wenn es sein muss, wird schon mal schlitzohrig, wenn nicht gar dreckig gespielt – alles im Sinne des Erfolgs.

Die Bosnier sind ein gefährlicher Debütant, weil der Kader einiges hergibt und die Mannschaft dennoch unbekümmert aufspielen kann. Schließlich sind Trainer Safet Susic und seine Spieler durch die vollbrachte Qualifikation bereits zu Nationalhelden aufgestiegen. Mit diesem Stolz sollte man die Bosnier für die K.O.-Runde auf dem Zettel haben.

Russland – die Wankelmütigen

Gute, technisch versierte Fußballer hatten die Russen schon immer. Allzu selten hat die Mannschaft aber bei Großereignissen ihr Potenzial abgerufen. Bei Weltmeisterschaften datiert der letzte nennenswerte Erfolg noch aus Sowjet-Zeiten. Als die Mannschaft um Torhüterlegende Lew Yashin 1966 in England Dritter wurde, waren einige Eltern der heutigen Spieler noch nicht geboren.

Mit Fabio Capello hat Russland allerdings seit eineinhalb Jahren einen Nationaltrainer, der das Ergebnis über das schöne Spiel stellt und die laisser-faire-Haltung vergangener Tage weitgehend ausgeräumt hat. Die souveräne Qualifikation vor dem EM-Halbfinalisten aus Portugal zeugt von dieser Reife.

Bemerkenswert: Alle Spieler des aktuellen Aufgebots kicken in der Heimat. Stars wie Andrej Arshavin oder Juri Shirkow, die sich bei der EM 2008 in den Fokus der Spitzenklubs aus Westeuropa spielten und dort grandios scheiterten, sind für die jüngere Generation offenbar warnende Beispiele – abgesehen davon kann man auch in der Premier Liga gutes Geld verdienen. Diese fehlende Auslandserfahrung könnte der Mannschaft allerdings zum wiederholten Male bei einem Turnier zum Nachteil gereichen.

England – hinten dran

In den Anfangsjahren der Fußball-Weltmeisterschaften boykottierten die Engländer das Turnier noch. Tenor: ‘Jeder weiß auch so, dass wir die besten der Welt sind’. Als die “Lehrmeister” sich schließlich 1950 zu ihrer ersten Teilnahme herabließen, war die Ernüchterung groß: Aus in der Vorrunde. Seitdem sprang bei 13 Versuchen nur 1966 im eigenen Land der Titel heraus. Ziemlich dürftig für das Mutterland des Fußballs.

Dass im kommenden Jahr der zweite Titel folgt, erwartet niemand. Die beiden jüngsten Niederlagen gegen Chile (0:2) und Deutschland (0:1) haben auch dem letzten Optimisten jegliche Illusion genommen. Vielmehr haben sich die Three Lions trotz der Qualifikation vor der Ukraine, Montenegro und Polen mittlerweile selbst damit abgefunden, international nur noch zweite Wahl zu sein.

Das Problem des englischen Fußballs: Der Kader setzt sich fast ausschließlich aus Kämpfern oder Sprintern zusammen, großes spielerisches Flair versprüht momentan aber niemand. Nichts gegen Tom Cleverley oder James Milner, aber die englische Mannschaft ist genau das, wofür diese beiden Spieler stehen: biederer Durchschnitt. Über dieses Niveau erhebt sich derzeit nur Wayne Rooney als letzter verbliebener Weltklassespieler. Bei der Gruppenauslosung ist England ein möglicher Gegner Deutschlands. Gegen diese Paarung hätte hierzulande wohl niemand etwas einzuwenden.

Spanien – Abschiedstournee der Granden?

Vergleiche über Spielergenerationen hinweg fallen schwer, doch wer das einzigartige Kunststück vollbringt, zweimal in Folge Europameister zu werden und dazwischen die Weltmeisterschaft zu gewinnen, darf sich wohl als beste Nationalmannschaft aller Zeiten bezeichnen. Die große Frage lautet nun: Reicht es sogar noch zum vierten Coup in Folge?

Fußballerisch sind die Spanier nach wie vor über jeden Zweifel erhaben. Die letztlich souveräne WM-Qualifikation vor Frankreich spricht für sich. Doch einige Stützen von 2008 und 2010 wie Taktgeber Xavi (33) haben ihre besten Zeiten hinter sich. Der spanische Nachwuchs – 2013 wieder mal U-21-Europameister – kündigt bereits die nächste große Spielergeneration an. Momentan scheint die Mannschaft allerdings einen Umbruch auf hohem Niveau zu vollziehen. Für die anderen Nationen gilt daher: Wenn die Spanier zu packen sind, dann jetzt.

Der Confed-Cup im Vorjahr mit der 0:3-Finalklatsche gegen Brasilien hat bereits den Verdacht nahegelegt, dass sich die Mannschaft an ihrem Ballbesitzfußball selbst sattgespielt hat. Schnelles Umschalten gehört nach wie vor nicht zum Stil der Iberer. Womöglich muss man diese Eigenschaft aber im Repertoire haben, um im subtropischen Klima Brasiliens etwas zu reißen. Nichtsdestotrotz: Wer die Spanier abschreibt, ist mit ziemlicher Sicherheit selbst bald abgeschrieben. Für den Titelverteidiger dürfte locker das Halbfinale drin sein.

Portugal – Am Rockzipfel von CR7

Wenn die Playoffs zwischen Portugal und Schweden eine Erkenntnis gebracht hat, dann lautet sie, dass Cristiano Ronaldo momentan das Maß der Dinge im Weltfußball ist. Kein Lionel Messi, kein Zlatan Ibrahimovic, nicht einmal ein Franck Ribéry in der Form seines Lebens.

CR7 schulterte die Hoffnungen seines Landes auf die Last-Minute-Qualifikation, und er hat sie erfüllt. Damit hat Ronaldo das alte Klischee widerlegt, nur im Verein glänzen zu können. 225 Tore in 216 Spielen für Real Madrid sind ja auch beileibe keine schlechte Quote. Doch mit seinen vier Treffern im Playoff gegen die Tre Kronor beim 1:0 und 3:2 schoss der 28-Jährige sein Land quasi im Alleingang zur WM.

Dort muss er beweisen, dass er es auch bei einer Endrunde als Leader drauf hat. Erleben wir in Brasilien einen Ronaldo in der aktuellen Form, ist der technisch starken portugiesischen Mannschaft einiges zuzutrauen. Mit Ausnahme der WM 2010 hat die Selecao im letzten Jahrzehnt ohnehin bei jedem großen Turnier überzeugt. Ronaldo allein kann es am Zuckerhut aber nicht richten. Besonders das starke zentrale Mittelfeld mit Joao Moutinho und Raul Meireles muss ebenfalls glänzen.

Frankreich – Grande Nation ganz klein

Vor einem Jahrzehnt war Frankreich noch das Maß aller Dinge im Weltfußball. Spätestens seit dem Rücktritt von Zinédine Zidane nach der WM 2006 ist die Grande Nation aber nicht mehr ganz so groß. Tiefpunkt war das sang- und klanglose Vorrunden-Aus bei der WM 2010, das durch die Spielerrevolte gegen Trainer Raymond Domenech noch einmal “gekrönt” wurde.

Insofern konnte es nicht überraschen, dass Frankreich in einer Qualifikations-Gruppe mit Weltmeister Spanien “nur” Zweiter wurde und den Gang in die Playoffs antreten musste. Der 3:0-Sieg im Rückspiel gegen die Ukraine nach der 0:2-Pleite im ersten Match könnte sich allerdings als Wende zum Guten für die Equipe Tricolore erweisen. Deutschland hat vor der WM 2002 vorgemacht, wie das Bewältigen einer solchen Drucksituation eine Mannschaft zusammenschweißen kann.

Potenzial hat Frankreich allemal. Auch wenn die Nachwuchsschmiede nicht mehr ganz so viele Hochkaräter produziert wie noch vor 15 Jahren, ist beispielsweise Juventus-Star Paul Pogba (20) ein Versprechen für die Zukunft. An der Seite von Franck Ribéry und Karim Benzema könnte er sich 2014 noch mehr ins Rampenlicht spielen. Die WM wird für Frankreich dennoch ein Balanceakt. Die Mischung aus Typen und Talent muss stimmen, damit die Deschamps-Elf lange an der Copacabana bleibt.

Kroatien – Warten auf das zweite Wunder

Der dritte Platz Kroatiens bei der WM 1998 war eine der größten Sensationen der Fußballgeschichte. Das kleine Land profitierte bei seiner ersten Endrunden-Teilnahme von seiner “Goldenen Generation” um Davor Suker und Zvonimir Boban. Deren Nachfolger sind ebenfalls exzellente Fußballer, allerdings hat die typische Mischung aus Technik und Galligkeit das Team seither nur noch bei der EM 2008 über die Vorrunde eines großen Turniers hinausgebracht.

In der Qualifikationsgruppe A galten die Kroaten auf dem Papier als Favorit vor Erzrivale Serbien und Belgien. Relativ schnell war aber klar, dass die “Roten Teufel” den “Feurigen” den Rang ablaufen würden. Ausgerechnet im Sommer 2013 fiel das Team in ein Loch, sodass Trainer Igor Stimac (noch so ein Held von 1998) durch seinen früheren Mitspieler Niko Kovac ersetzt wurde.

Der Ex-Bayern-Profi trieb seine Mannschaft gegen Island nach einem uninspirierten 0:0 im Hinspiel durch ein 2:0 in Zagreb auf den letzten Drücker nach Brasilien. Dort werden wieder einige Nationen zittern. Srna, Mandzukic, Modric, Rakitic, Olic & Co. gelten als extrem unbequem – zuletzt waren sie allerdings nicht mehr unbequem genug.

Griechenland – Rehakles’ Erben

Die “Maurermeister” haben es wieder geschafft. Vier Gegentore in zehn Qualifikationsspielen wurden nur von den Spaniern um einen Treffer unterboten (die allerdings auch zwei Spiele weniger absolvieren mussten). Gemessen daran kamen die beiden Gegentreffer im Playoff gegen Rumänien (3:1, 1:1) fast einer Flut gleich.

Auch wenn Otto Rehhagel als griechischer Nationaltrainer längst Geschichte ist, hat sein Vermächtnis Bestand: Sieben Mann plus Torwart denken bei den Hellenen defensiv, drei Offensive sollen es nach vorne richten. Zuletzt gelangt die vor allem einem: Der in Deutschland aufgewachsene Kostas Mitroglou erzielte gegen Rumänien drei der vier Tore. Überhaupt ist der 25-Jährige in Top-Form: In dieser Saison hat er für Olympiakos Piräus in Liga und Champions League bereits 17-mal getroffen.

Über Mitroglou hinaus setzt Trainer Fernando Santos vor allem auf Erfahrung. Mit Georgios Karagounis (36) und Kostas Katsouranis (34) sind zwei Europameister von 2004 immer noch die zentralen Figuren im Team. Techniker wie Sotiris Ninis oder Kostas Fortounis sind die Ausnahme. Es dominieren physisch starke Arbeiter. Das reicht, um den Gegnern bei der WM das Leben schwer zu machen. Das genügt aber vermutlich nicht, um einen längeren Aufenthalt in Brasilien zu sichern.

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